Yoga Story

Ein Yogi verlässt sich nicht nur auf sein Gefühl oder seinen Glauben, sondern hält sich an eine Reihe erprobter geistlicher Übungen, die bereits von den Rishis des indischen Altertums entwickelt worden sind. Wie jede andere Wissenschaft kann auch der Yoga von den Menschen aller Länder und aller Zeiten angewandt werden.

 

Yoga ist eine Methode, welche die ruhelosen Gedanken zum Schweigen bringt. Ohne eine solche Methode ist es dem Menschen nahezu unmöglich, seine wahre göttliche Natur zu erkennen. Die Gedanken der meisten Menschen sind ruhelos und launisch. Daher ist Yoga, die Wissenschaft der Gedankenbeherrschung zu einer echten Notwendigkeit geworden.

 

Yoga ist ein neutralisieren der ständig wechselnden Bewusstseinswellen.

  • Rishi Patanjali (Die Yoga-Sutras)

Sie erstreben die Aufhebung des Leidens und das Eingehen in die ewige Glückseligkeit.

Die Methoden des Yoga-Sutras sind die wirksamsten, die zum unmittelbaren Erleben der Wahrheit führen. Mit Hilfe der praktischen Yoga-Techniken kann man sich über alle unfruchtbaren Spekulationen hinwegsetzen und durch eigene Wahrnehmung in den Urgrund aller Dinge eindringen.

 

Das Yoga-System des Patanjali ist unter der Bezeichnung “Achtstufiger Weg” bekannt geworden.

 

Stufe 1 – Yama

Yama wird erfüllt, wenn man keinem Lebewesen irgendetwas zuleide tut, wahrhaftig ist, nicht stiehlt, in allen Dingen Maß hält und frei vom Habgier ist.

Stufe 2 – Niyama-Gebote

Reinheit des Körpers und Geistes, Zufriedenheit in allen Lebenslagen, Selbstzucht, Selbsterforschung (Kontemplation) und Hingabe an Gott und den Guru. (Meine Definition ist, die Hingabe und das Vertauen in das Leben mit allem was es bringt.)

Stufe 3 – Asana (richtige Haltung)

Die Wirbelsäule muss gerade gehalten werden, und der Körper muss sich während der Meditation in einer unbeweglichem, aber bequemen Stellung befinden.

Stufe 4 – Pranayama

(Herrschaft über das Prana, die freien Ströme der Lebenskraft.)

Stufe 5 – Pratyahara

(Abkehr der Sinne von den Gegenständen der Außenwelt.)

Stufe 6 – Dharana (Konzentration)

Der Geist muss auf einen einzigen Gegenstand gerichtet sein.

Stufe 7 – Dhyana (Meditation)

Stufe 8 – Samadhi

(Erleben des Überbewusstsein)

 

Dieser achtstufige Weg führt den Yogi zum höchsten aller Ziele: Kaivalya (dem Absoluten), wo er die Wahrheit, die jenseits aller Vorstellungskraft liegt, erkennt.

 

Quelle: Autobiographie eines Yogi – von Paramahansa Yogananda

Jeder ist ein Yogi, der sich wissenschaftlicher Techniken bedient, um Gott in sich zu verwirklichen.

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